Yellofier, le nouveau joujou de Yello

screen_29On connaissait Boris Blank co-fondateur de Yello. On le retrouve au côté du producteur suédois Hakan Lidbo pour Yellofier, une application pour smartphone destinée à la création musicale.

Le principe est simple. L’application permet d’enregistrer des sons et de les utiliser immédiatement comme boucles sonores. Chaque son est représenté par un carré de couleur auquel on peut superposer un effet audio (saturation, écho…) de manière intuitive. Ajouter à cela la possibilité d’agencer les diverses motifs rythmiques créés à l’aide d’un séquenceur audio simple d’utilisation mais riche en fonction d’édition, et on obtient une application facile d’accès mais aux innombrables possibilités. Et c’est la grande force de Yellofier. Pas besoin de connaissances musicales particulières ou d’instrument: un claquement de doigt, une respiration ou un tintement de verre suffisent à créer un morceau. Les fonctions de partage permettent d’accéder aux titres des autres utilisateurs, certains signés Henrick Schwarz, The Orb ou encore Carl Craig.

Yellofier rend la création musicale accessible aux novices tout en proposant des fonctions avancées qui convaincront les utilisateurs plus expérimentés, et cela grâce à une interface visuelle bien pensée, colorée et ludique. A vos tablettes!

Yellofier est disponible sur Iphone et Ipad. 2,69 euros.

 

Advertisements

Le disque de septembre de Swissvibes, Heidi Happy “on The Hills”

Son nom d’artiste laisse peu de doutes son pays de résidence. Heidi Happy s’y est d’abord fait remarquer par sa voix haute, son approche folk-pop-country et son bazar d’instruments.  Son dernier opus, « Hiding with the Wolves », la montrait plus sérieuse, accompagnée d’un ensemble de cordes.

Son quatrième CD, « On the Hills », synthétise ses précédentes approches musicales. On y trouve encore un peu de son bric-à-brac musical – glockenspiel et accordéon – à côté de violons. Des éléments qui  ne sont plus un but en soi, mais intégrés à son univers en construction. Parfois joyeuse, par exemple dans ce «Patient Heart » où son cœur fait « Boo Boo Boom ». Heidi Happy fait la folle, jongle avec sa voix, les samples, les cordes, les sifflets. Elle qui gardait jusque ici la main haute sur l’écriture et les arrangements des morceaux a partagé cette tâche avec son pianiste Ephrem Lüchinger. Essentiellement composé dans son antre lucernoise en une semaine, mais aussi au Canada, ce disque manifeste d’une artiste épanouie capable de lyrisme, de s’offrir un duo sombre avec le songwriter américain Scott Matthew ou de chansons d’amour avec une musique qu’on croirait tout droit sorti de la bande-son d’un western de Sergio Leone (« Land of Horses »). Egerie de Stephan Eicher ou Yello, Heidi Happy s’est offert un album léger et ludique. Une respiration bienvenue qui va peut-être l’inciter à l’avenir à oser se mettre plus en difficulté.
Heidi Happy, On the Hills, Silent Mode/ Irascible

Pop-Plausch mit Yello auf der C/O Pop

Die Musikindustrie ist eine reaktionäre Industrie, die sich selber das Grab geschaufelt hat, in dem sie heute bis zur Brust drin stehen“ lautete eines der Bonmots, die Dieter Meier von Yello anlässlich eines Live-Interviews im Rahmen des Konferenzprogramms der C’n’B, dem Branchenmeeting der Musikmesse C/O Pop in Köln am 22. Juni zum Besten gab.

Das Duo Dieter Meier und Boris Blank des Schweizer Elektro-Ensemble Yello firmierten sozusagen als Stargäste der Fachtagung C’n’B und plauderten vorm Fachpublikum über ihre musikalische Zusammenarbeit, über persönliches, aber auch über geschäftliches.

Kurzweilig geriet das Fachgespräch, das von dem Journalisten Ralf Niemzyck moderiert wurde und der offensichtlich auch die richtigen Fragen zu stellen wusste, die es wahlweise Meier & Blank ermöglichten, sich als Pop-Philosophen zu profilieren. So bekannte beispielsweise Meier, dass das Geheimnis von Yello im Sinne des jüdischen Wanderprediger von Nazareth sei, der irgendwann gesagt haben soll „werdet wieder Kinder“, welches gleichzeitig auch das lebenslange Credo des Duos ist.

Meier, einst auch im Kunstbetrieb unterwegs, befand mit Verweis auf die „hypokrite Welt des Kunstvölkchen“, Kunst sei für ihn ungesund, während Blank ergänzte, er sei keineswegs der „Kunstflüsterer“ von Meier.

Meier wiederum bescheinigte Blank, dass wenn er komponiere bzw. Musik produziere, es sich dabei um einen „dialektischen Prozess“ handele, was wiederum von Blank bestätigt wurde, angereichert um die Zusatzinformation, er nehme dabei die Rolle eines Eremiten ein.

Bereits zuvor machte Meier gegenüber Blank Komplimente wie das, dass dieser dreißig Mal mehr für Yello arbeiten würde als er selbst. Eine Vorlage, welche Blank dankend annahm und hinzufügte, dass er sich bei seiner Arbeitsdauer regelrecht disziplinieren müsse, damit das Qualitätsniveau nicht leidet.

Für sein musikalisches Schaffen von Yello nehme Blank viel Geräusche auf und recycle gelegentlich sogar Repertoire-Restposten aus dem Popfundus der Band. Fast ganz nebenbei zückte Blank sein Mobiltelefon und stellte nonchalant das neue Yello-File-App vor, mit dem es möglich sei, Geräusche mittels eines „Sound-Randomnizer“ zu „yellofizieren“.  Eine Applikation, die es jedermann ermöglicht, aus Geräuschfetzen jedweder Art Retorten-Pop zum Sofortgebrauch zu erzeugen. Die Vorführung wurde seitens des Publikums sogleich mit Szenen-Applaus bedacht. Blank merkte an, dass jenes App auch Bestandteil der neuen CD sein werde. Die Frage, ob Blank auch ein Technologie-Jäger sei, beantworte er damit, dass er anstelle von Bandschleifen heute mit Plug-Ins arbeite.

In Sachen verbalen Product-Placements empfahl Meier noch die Rudermaschine „Concept2“. Heraus kam obendrein, dass Meier fürs geschäftliche bei Yello zuständig sei und anknüpfend an die mutmaßlichen Versäumnisse der Plattenfirmen entwarf er ganz nebenbei noch das Szenario für die Labels der Zukunft, indem er befand: „Ich glaube, dass die sogenannten Plattenfirmen natürlich keine Plattenfirmen mehr sein werden, aber sicher eine unglaublich wichtige Aufgabe haben, nämlich das ganze A&R, das hinausgehen und sich Künstler anhört und Künstler auch begleitet, die es oft brauchen, andere brauchen es hingegen nicht. Auch ein Management, das den Künstler beschützt vor all diesen schwierigen Aufgaben, die ihm nicht liegen. Es wird alles dort bleiben und wenn die Industrie sich darauf besinnt, was sie eigentlich ist, dass sie immer dafür verantwortlich war, einen hoffentlich wunderbaren Content herzustellen und zu begleiten. Dann wird mit anderen Transportvehikeln nämlich dem geordneten Internet wird die sogenannte Plattenfirma die genau gleiche Aufgabe haben, die sie immer gehabt hat.“

Eine nette Einschätzung, die aber auch ein wenig etwas von Elfenbeinturm-Philosophie hat, denn die Zeiten haben sich radikal geändert. Ja, Plattenfirmen haben es anfänglich versäumt das Internet für den Vertrieb von Musik zu nutzen, aber heutzutage gibt es jede Menge legaler Online-Musikdienste und dennoch ist die Anteil derer, die immer noch Musik auf zwielichtigen Online-Plattformen unentgeltlich runterladen ungleich größer als der Anteil derer, die für legale Angebote zahlen.  Dieser Umstand betrifft große wie auch kleine Plattenfirmen.

Hinzu kommt, wie Meier zuvor zu recht anführte, dass die Musikbranche wirtschaftlich eine vergleichsweise kleine Branche ist. Und genau dieses Größenverhältnis spielt auch gegenüber den wirtschaftlich weitaus mächtigeren Konzernen wie Apple, Google, Deutsche Telekom oder Vodafone, um nur einige zu nennen und für die Musik bestenfalls schmückendes Beiwerk ist, bei fast allen Vergütungsdiskussionen eine entscheidende Rolle.

Nur zum Beispiel, hinsichtlich der Vergütung von Musik auf iTunes für Labels oder Künstler, gelten im Hause Apple die gleichen Manager-Methoden mit denen der Konzern aufgrund der menschenverachtenden Arbeitsbedingungen der chinesische Wanderarbeiter bei seinem Zulieferer Foxconn in die Schlagzeilen kam. Apple hat Labels mit Einführung von iTunes die Preise diktiert und Dieter Meier wird spätestens bei Durchsicht seiner Abrechungen von Spotify, Napster oder sonstiger legaler Online-Plattformen ein Gefühl bekommen, wie sich ein besagter chinesischer Wanderarbeiter fühlt, wenn er am Monatsende seinen Lohn bekommt und in den Nachrichten erfährt, dass Apple über ein Barvermögen von über 100 Milliarden US-Dollar verfügt… Yello führte bei seiner Stippvisite auf der  C/O Pop die virtuelle Konzertperformance „Touch Yello“ im Rahmen der von der Telekom gesponserten Konzertreihe „Electronic Beats“ auf. Und Sponsoring-Engagements werden bekanntlich deutlich besser honoriert, als dies der eine oder andere Global Player in welchem Wirtschaftszweig auch immer, egal ob in Bangladesh oder in Hintertupfingen, gemeinhin zu tun pflegt.

%d bloggers like this: