Elina Duni, eine Heimat so nah und doch so fern

Das neue Album “Matanë Malit” (ECM/Harmonia Mundi) der schweiz/albanischen Musikerin und Sängerin Elina Duni ist eine Hommage an die albanische Poesie und deren Lieder. Sie nimmt uns dabei mit auf eine wunderschöne Reise in ein fernes Land, dessen Klänge uns wehmütig stimmen und ergreiffen vom ersten bis zum letzten Ton.

Im Gegensatz zu deinen früheren Alben “Baresha” und “Lume Lume”, singst du auf “Matanë Malit” ausschliesslich albanisch. was bedeutet es für dich, als Sängerin, die davor vorwiegend englische Texte interpretiert hat, in deiner Muttersprache zu singen?

Eina Duni Albanisch zu singen ist für mich sehr speziell und auch sehr interessant. Bis ich 10 Jahre alt war habe ich in Albanien gelebt, danach bin ich in die Schweiz ausgewandert, wo ich lange Zeit in Genf wohnte. Ich bin also zum einen mit der albanischen Tradition, wie zum anderen mit der westlichen Musiktradition, dem Jazz, der Klassischen Musik usw. aufgewachsen. Das führte auch oft dazu, dass ich noch nicht genau wusste, wo mein Platz ist. Dies änderte sich aber, als ich begann diese beiden Welten zusammenzuführen, in dem ich die albanischen Texte mit meinen musikalischen Einflüssen kombinierte. Aufeinmal fühlte sich alles viel klarer an. Eine Erfahrung, die mich in meinem musikalischen Schaffen sehr bereichert hat, auch wenn ich mich in Zukunft nicht nur auf mein albanisch beschränken möchte.

“Matanë Malit” heisst auf Deutsch “Jenseits der Berge”. Ein Albumtitel in Bezug auf deine Heimat, so nah und doch so fern?

Elina Duni Das Album ist für mich tatsächlich eine Reise in die Ferne, die mir aber auch sehr vertraut ist. Gleichzeitig bezieht sich “Matanë Malit” aber auch auf die Standorte meiner beiden Heimatländer. Egal ob du von der Schweiz oder Albanien aus schaust, die Länder liegen immer Jenseits der Berge. Der Albumtitel bezieht sich aber auch auf das westliche Publikum. Die Texte handeln alle von universellen Themen, wie z.b. der Liebe, dem Tod, Freiheit. Themen die uns alle beschäftigen. Auch die Musik empfinde ich als sehr universell. Es sind also Stücke, die uns hier zwar fern sind, aber im Grunde genommen sehr vertraut.

Mit deinem neuen Album hast du dich musikalisch noch tiefer mit der Geschichte Albaniens auseinander gesetzt. Während du dich vorher noch in eher gewohnten Jazz/Balkanischen Klängen bewegt hast und dich schritt für schritt an den Fundus der balkanischen Folklore herangewagt hast, klingt “Matanë Malit” wie das Ergebnis einer langen Reise durch verschiedenste Einflüsse, die dich geprägt haben. Inwiefern unterscheidet sich für dich “Matanë Malit” von deinen anderen beiden Alben?

Elina Duni Wir sind an dieses Album ganz anders herangegangen als noch bei den letzten beiden. In unserem Zusammenspiel sind wir viel klarer geworden. Auch der Umgang mit den Klangfarben ist uns viel bewusster geworden. Ganz nach dem Motto “weniger ist mehr” haben wir es geschafft, der Musik diese Tiefe zu geben, in dem wir die Spannung viel ausgeglichener gestaltet haben. Im Vergleich zu “Lume Lume” klingt “Matanë Malit” reifer. Auch habe ich zu den traditionellen Stücken die wir umarrangiert haben, noch zwei eigene Stücke komponiert, was eine spannende Herausforderung für mich war. Zusammen mit meiner Band (Colin Vallon Piano, Norbert Pfammatter Drums, Patrice Moret Bass) und diesen zwei völlig verschiedenen kulturellen Einflüssen, ist dieses Album entstanden. Hätte ich nur in Albanien gelebt, würde meine Musik mit Sicherheit ganz anders klingen. Auf Metane Malit wollte ich die Aspekte der albanischen Poesie mit der traditionellen albanischen Folklore zusammenbringen. Es ist eine Hommage an die albanischen Dichter.

“Matanë Malit” ist am 21. September auf dem berühmten deutschen Jazz Label ECM veröffentlicht worden. Dein erstes ECM Album. Wie hast du die Arbeit mit dem Gründer und Produzenten des traditionsreichen Labels, Manfred Eicher erlebt?

Elina Duni Die Zusammenarbeit mit Manfred Eicher war sehr befruchtend. Er hatte die genau gleichen Vorstellungen wie wir. Von Anfang an war er von unserer Musik begeistert. Auch er wollte ein Album, welches nicht den einzelnen Musiker hervorhebt, sondern immer das Stück im Vordergrund steht. Es gibt also praktisch keine Jazzsoli im herkömmlichen Sinne, improvisiert wird im Kollektiv und immer mit dem Bewusstsein, dass das Stück an oberster Stelle steht. Mich hat Manfred auch stark beeindruckt mit welcher Euphorie er nach über 2000 produzierten Platten und über 40 Jahre Labelarbeit er noch an die Dinge herangeht und sich freuen kann wie ein kleines Kind. Er hat eine unglaubliche Weitsicht und war immer zur Stelle mit guten Ideen, wenn wir uns mal verloren haben.

Mit deiner Band und auch als Musikerin in anderen Projekten bist du ständig unterwegs und viel im Ausland. Seit Jahren wohnst du aber in der Schweiz. Fühlst du dich hier heimisch?

Elina Duni   Ja, ganz klar. ich fühle mich sehr wohl hier in Bern. Mir gefällt das kultivierte und offene Volk. Und auch wenn ich die grossen Städte im Ausland liebe, könnte ich dort nicht leben. Die Schweiz ist mein Zuhause.

Elina Duni, “Matanë Malit” (ECM)

Webpage und Tourdaten Elina Duni elinaduni.com

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Kadebostany/Genève et retour

Fanfare KadebostanyÇa commence comme un conte de fées : un pays, nouvellement créé, situé à l’Est de la Suisse, à l’Ouest de la Turquie dirigé par un jeune président mélomane, amateur de musiques électroniques… Le pays s’appelle Kadebostany et son président, Kadebostan. Lors d’un déplacement diplomatique en Biélorussie, ce dernier découvre et sympathise avec un orchestre acoustique à Minsk.Et comme sa jeune nation n’a pas encore d’ensemble national, il l’enrôle.

Mieux : il décide que sa fanfare doit plaire à l’ensemble de son peuple, toutes générations confondues. A l’aide de ses ordinateurs et échantillonneurs, il se met alors à travailler d’arrache-pied et compose à partir des sections enregistrées par les cuivres et autres instruments de son orchestre. D’autres musiciens s’arrêtent aussi dans son studio et y déposent des solos. «A chaque fois, j’essayais de les pousser dans leurs derniers retranchements, de trouver leur côté animal, extrême. Je cherche à capter ces instants fous qu’on ne peut pas refaire.» Ouvert d’esprit, le président recrute également, le temps d’un morceau, Corina, une mendiante roumaine rencontrée sur les pavés de Genève qui vit une réalité à 10’000 lieues de la sienne.

©Toci

Pour des raisons de commodité, la fanfare s’installe à Genève, la ville de son label défricheur : Mental Groove. Aujourd’hui dans les bacs de disquaires, «Songs From Kadebostany» est un OVNI musical qui continue de faire croître la cote du groupe. Kadebostan, jeune président au port altier et à la moustache dictatoriale explique: «J’ai toujours été un élément un peu à part de la musique électronique, explique-t-il un peu avant son concert au Romandie de Lausanne, j’aime dire que je suis un analphabète de la musique. Je ne suis pas capable de lire une partition. J’ai quelques notions harmoniques, mais je me suis arrêté quand je me suis rendu compte que j’étais entrain d’acquérir des compétences qui allaient enlever cette magie de l’instant.»

Refusant toute étiquette (techno, folklore), la fanfare Kadebostany joue sur la curiosité et le mystère qui entourent son nom et son pays. Après avoir rencontré les publics les plus variés en Hollande, en Allemagne ou au Mexique, la fanfare poursuit sa route virtuellement. Son nouvel opus est déjà entré dans le top ten des meilleurs albums sur iTunes Japon. La vidéo ci-dessous vous donne une bonne idée de l’énergie que dégage cette drôle de fanfare nationale.

The National Fanfare of Kadebostany, «Sounds from Kadebostany» (Mental Groove)

Jodle pour tout le monde!

Et hop: pour une fois, je vais faire une petite entorse au principe de ce blog qui veut que je parle des 19 artistes sélectionnés sur la compilation Swiss Vibes. Je vais vous raconter le dernier concert en Suisse d’Erika Stucky. Mais je ne m’éloigne pas trop, puisque l’une des chansons d’Erika Stucky figurait sur le premier volume de la compilation Swiss Vibes, paru il y a deux ans

Erika Stucky était la tête d’affiche de la soirée «Le Son des Helvètes», programmée par mes soins dans le cadre de la saison culturelle de Plan-Les-Ouates. En première partie, le Alphüttli Jodler Club, le premier club de jodle genevois dont les locaux de répétition se situent justement à Plan-Les-Ouates. Ils sont dirigés par la jeune et dynamique chanteuse alémanique Barbara Klossner. Un sacré petit bout de femme: certainement la meilleure apôtre du jodle actuel. Extrait ci-dessous.

Erika Stucky, déguisée en Heidi futuriste, fit ensuite une entrée en scène fracassante avec une énorme pelle en guise d’instrument. Frappant le sol, frappant les piliers, elle évoquait ainsi les lentes marches des vaches sur le chemin du retour vers l’écurie. Au bout de 3/4 d’heure de spectacles, rejointe par ses excellents musiciens (batterie, synthétiseurs, tuba et deux cors des Alpes), elle était partie dans un délire beaucoup plus personnel. Jugez plutôt:

En rappel et à la demande d’un spectateur, Erika Stucky a relevé le défi et s’est lancée dans une joute vocale avec les jodlers. Sur la vidéo ci-dessous, vous entendez donc Baraba Klossner et les jodlers (éparpillés dans le public) qui font le “bourdon” pendant qu’Erika Stucky improvise. Le 27 mai 2011, à Plan-les Ouates, les extrêmes se sont rejoints et la musique n’en fut que meilleure…

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