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Elina Duni, trait d’union rêvé entre l’Albanie et la Suisse

2277_Duni_PF2Pour la soirée d’ouverture du Cully Jazz Festival, on ne pouvait rêver mieux que de voir Elina Duni et son formidable quartet. En ce vendredi  5 avril,  Elina est vêtue d’une longue robe en voile rouge. Elle semble impressionnée par la nombreux public qui s’étale à perte de vue à ses pieds. Normal, son répertoire, son approche est plutôt intimiste : Elina Duni revisite à sa manière une sélection de chansons albanaises qui lui sont chères. C’est parfois dans une nouvelle terre qu’une culture parvient le mieux à s’enraciner et à grandir. Elina Duni est Albanaise. Elle vit en Suisse depuis l’âge de 10 ans. Sur scène, l’on sent que les chansons qu’elle interprète l’habitent, ainsi ce chant de résistance chanté régulièrement par son grand-père anti-fasciste, ainsi ce poème de Ismaël Kadaré, ou ce chant de mariage qui finit sur des cadences endiablées. Mais Elina Duni n’est pas « simplement » nostalgique ; elle parvient à créer un nouvelle idiome à partir de ce matériau musical. Son magnifique dernier opus « Matanaé Malit » (ECM, 2012) en faisait déjà la démonstration. Ce parti pris est encore plus manifeste sur scène, où elle se produit entouré de ces trois complices suisses d’exception : Colin Vallon (au piano), Patrice Moret (à la contrebasse) et Norbert Pfammatter (à la batterie). Ensemble, ces quatre-là construisent une musique nouvelle : Colin Vallon fait parfois glisser un balle sur les cordes à l’intérieur de son piano pour obtenir le son précis dont il a besoin. Patrice Moret penché sur ces cordes travaille son isntrument au corps. Et Norbert Pfammatter manie ses baguettes avec autant de subtilité que d’efficacité, se glissant dans les interstices pour contstruire et reconstruire les rythmes dans des combinaisaons qui semblent infinies. Il ne s’agit pas pourtant ici d’improvisation : les mélodies sont bien là, la voix est précise, juste, magnifique.  Il ne s’agit pas non plus de jazz vocal avec un d’illustres accompagnateurs. Il s’agit de quelque chose de neuf, dont l’ouverture d’esprit laisse présager de beaux développements futurs.

Si vous n’avez pas pu voir le concert, sachez qu’il sera rediffusé sur la RTS1 jeudi 11 avril à 22 h 45 (émission “La Puce à l’Oreille”)

A découvrir également ci-dessous la dernière vidéo de Elina Duni:

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Elina Duni, eine Heimat so nah und doch so fern

Das neue Album “Matanë Malit” (ECM/Harmonia Mundi) der schweiz/albanischen Musikerin und Sängerin Elina Duni ist eine Hommage an die albanische Poesie und deren Lieder. Sie nimmt uns dabei mit auf eine wunderschöne Reise in ein fernes Land, dessen Klänge uns wehmütig stimmen und ergreiffen vom ersten bis zum letzten Ton.

Im Gegensatz zu deinen früheren Alben “Baresha” und “Lume Lume”, singst du auf “Matanë Malit” ausschliesslich albanisch. was bedeutet es für dich, als Sängerin, die davor vorwiegend englische Texte interpretiert hat, in deiner Muttersprache zu singen?

Eina Duni Albanisch zu singen ist für mich sehr speziell und auch sehr interessant. Bis ich 10 Jahre alt war habe ich in Albanien gelebt, danach bin ich in die Schweiz ausgewandert, wo ich lange Zeit in Genf wohnte. Ich bin also zum einen mit der albanischen Tradition, wie zum anderen mit der westlichen Musiktradition, dem Jazz, der Klassischen Musik usw. aufgewachsen. Das führte auch oft dazu, dass ich noch nicht genau wusste, wo mein Platz ist. Dies änderte sich aber, als ich begann diese beiden Welten zusammenzuführen, in dem ich die albanischen Texte mit meinen musikalischen Einflüssen kombinierte. Aufeinmal fühlte sich alles viel klarer an. Eine Erfahrung, die mich in meinem musikalischen Schaffen sehr bereichert hat, auch wenn ich mich in Zukunft nicht nur auf mein albanisch beschränken möchte.

“Matanë Malit” heisst auf Deutsch “Jenseits der Berge”. Ein Albumtitel in Bezug auf deine Heimat, so nah und doch so fern?

Elina Duni Das Album ist für mich tatsächlich eine Reise in die Ferne, die mir aber auch sehr vertraut ist. Gleichzeitig bezieht sich “Matanë Malit” aber auch auf die Standorte meiner beiden Heimatländer. Egal ob du von der Schweiz oder Albanien aus schaust, die Länder liegen immer Jenseits der Berge. Der Albumtitel bezieht sich aber auch auf das westliche Publikum. Die Texte handeln alle von universellen Themen, wie z.b. der Liebe, dem Tod, Freiheit. Themen die uns alle beschäftigen. Auch die Musik empfinde ich als sehr universell. Es sind also Stücke, die uns hier zwar fern sind, aber im Grunde genommen sehr vertraut.

Mit deinem neuen Album hast du dich musikalisch noch tiefer mit der Geschichte Albaniens auseinander gesetzt. Während du dich vorher noch in eher gewohnten Jazz/Balkanischen Klängen bewegt hast und dich schritt für schritt an den Fundus der balkanischen Folklore herangewagt hast, klingt “Matanë Malit” wie das Ergebnis einer langen Reise durch verschiedenste Einflüsse, die dich geprägt haben. Inwiefern unterscheidet sich für dich “Matanë Malit” von deinen anderen beiden Alben?

Elina Duni Wir sind an dieses Album ganz anders herangegangen als noch bei den letzten beiden. In unserem Zusammenspiel sind wir viel klarer geworden. Auch der Umgang mit den Klangfarben ist uns viel bewusster geworden. Ganz nach dem Motto “weniger ist mehr” haben wir es geschafft, der Musik diese Tiefe zu geben, in dem wir die Spannung viel ausgeglichener gestaltet haben. Im Vergleich zu “Lume Lume” klingt “Matanë Malit” reifer. Auch habe ich zu den traditionellen Stücken die wir umarrangiert haben, noch zwei eigene Stücke komponiert, was eine spannende Herausforderung für mich war. Zusammen mit meiner Band (Colin Vallon Piano, Norbert Pfammatter Drums, Patrice Moret Bass) und diesen zwei völlig verschiedenen kulturellen Einflüssen, ist dieses Album entstanden. Hätte ich nur in Albanien gelebt, würde meine Musik mit Sicherheit ganz anders klingen. Auf Metane Malit wollte ich die Aspekte der albanischen Poesie mit der traditionellen albanischen Folklore zusammenbringen. Es ist eine Hommage an die albanischen Dichter.

“Matanë Malit” ist am 21. September auf dem berühmten deutschen Jazz Label ECM veröffentlicht worden. Dein erstes ECM Album. Wie hast du die Arbeit mit dem Gründer und Produzenten des traditionsreichen Labels, Manfred Eicher erlebt?

Elina Duni Die Zusammenarbeit mit Manfred Eicher war sehr befruchtend. Er hatte die genau gleichen Vorstellungen wie wir. Von Anfang an war er von unserer Musik begeistert. Auch er wollte ein Album, welches nicht den einzelnen Musiker hervorhebt, sondern immer das Stück im Vordergrund steht. Es gibt also praktisch keine Jazzsoli im herkömmlichen Sinne, improvisiert wird im Kollektiv und immer mit dem Bewusstsein, dass das Stück an oberster Stelle steht. Mich hat Manfred auch stark beeindruckt mit welcher Euphorie er nach über 2000 produzierten Platten und über 40 Jahre Labelarbeit er noch an die Dinge herangeht und sich freuen kann wie ein kleines Kind. Er hat eine unglaubliche Weitsicht und war immer zur Stelle mit guten Ideen, wenn wir uns mal verloren haben.

Mit deiner Band und auch als Musikerin in anderen Projekten bist du ständig unterwegs und viel im Ausland. Seit Jahren wohnst du aber in der Schweiz. Fühlst du dich hier heimisch?

Elina Duni   Ja, ganz klar. ich fühle mich sehr wohl hier in Bern. Mir gefällt das kultivierte und offene Volk. Und auch wenn ich die grossen Städte im Ausland liebe, könnte ich dort nicht leben. Die Schweiz ist mein Zuhause.

Elina Duni, “Matanë Malit” (ECM)

Webpage und Tourdaten Elina Duni elinaduni.com

How Did They Do? Jazzahead! report

jazzahead_SwissStand

Photo: Michael Hornung

It’s a strange beast: the jazz trade fair. There’s networking, business talks and sets of exactly 30 minutes, with audiences legging it from one hall to another to catch as much music as they want. It’s pretty intense. Wisely, Erika Stucky, with Marc Unternährer and Lucas Niggli, had been invited to open Jazzahead – not only is she an anarchic ‘force of nature’ but she embodies a side of the Swiss spirit I like: bohemian, gifted and pushing music as far as they can (see video of her in the men’s toilets at Jazzahead below).

Erika Stucky with Lucas Niggli and Marc Unternährer, filmed by Chris Philips of Jazz FM.

“I see what you mean about the drummer.”
Generally, the Swiss night was one of super-quality, despite most bands starting nervously. The better musicians were able to get drawn into their own sound and so, lead the audience into places where magic can happen. I wrote of Elina Duni‘s voice before and it rang clear and true in this gig with her quartet – I wasn’t the only one whose neck hairs were electrified when she sang ‘Fëllënza’. I’d pointed out to a UK promoter how wonderful Norbert Pfammatter is in the band, his playing is so sensitive it’s as if there is no drummer but a sweeping landscape in which Elina stands. During the gig this promoter leant over and said, “I see what you mean about the drummer.” From the audience’s response to Elina they were equally captivated. In the future, whatever context she performs in, I want to see her going places.

Maybe the most obviously successful act was Julian Sartorius’ drum solo
Someone else who made their mark was Christoph Irniger, warming into Pilgrim‘s set and launching a cracking sax solo that blew the cobwebs away. His time in New York came

Jazzahead!

Plaistow. Photo: Ingo Wagner

through in the attack he gave it. I was holding my breath at the start of Plaistow‘s gig because like so many bands they are an experience that needs time and a concentrated atmosphere – not what you get in a showcase. However, their narcotic concept with it’s fascinating rhythms had a booker for a big London club tell me they were the most engaging band of the night. Another, and maybe the most obviously successful act was Julian Sartorius‘ drum solo. It was a big ‘wow’ and my mate, Jez Nelson, a key jazz radio presenter said, “It’s hard to do something like that, but he was genuinely inventive.” Elisabeth Stoudman gives a wonderful in-depth review below.

Next year I expect to see more Swiss women onstage
Julian is also part of the Colin Vallon Trio – another artist I expect much of. His set was not only elegant but so assured; it showed the quality of Swiss musicianship. Luca Sisera’s Roofer played a more traditional style well, whilst pommelHORSE had more character but were also left wanting. To be fair they’d been delivered a bit of a blow when key member, Lukas Roos, left the band two weeks before this gig. I see a nugget of some possibility, especially with Olivier Zurkirchen on keys and one UK programmer said the band brought a narrative to their music he liked. Weird Beard looked more comfortable on stage than they did last year and delivered their ideas clearly with Martina Berther on bass. Next year I expect to see more Swiss women onstage – and that’s an order…

Thomy Jordi nearly blew my hair off
It was a pleasure to attend the Gala Concert at Die Glöcke with Nik Bärtsch’s Ronin and Hildegard Lernt Fliegen because this is where some of the showcase bands could be heading: a high level of recognition with audiences delighting in their music. Both received genuine standing ovations. Ronin’s music and lighting design isn’t messing. It delivers punch after punch, even when Sha is at his most sublimely subtle with his saxophone becoming a hoarse and whispering human voice, or when Nik delivers a melody so painfully sweet that it’s a beautiful surprise. Kaspar Rast is equally imaginative on drums and Thomy Jordi nearly blew my hair off with some electric bass notes worthy of Goldie’s Metalheadz label.

Jazzahead!

Hildegard Lernt Fliegen. Photo: Ingo Wagner

Such a touching ending
Hildegard’s show was a superbly staged bonanza of ingenious ideas with Andreas Schaerer even conducting the band in an improv – pretty risky in such a context. You may think a vocalist sounding a muted horn or beatboxing whilst singing isn’t your thing, but I would challenge anyone not to fall under his spell. The highlight was how the band brought it right down to such a touching ending. In the encore they sat with their legs dangling off the front of the stage, looking like a bunch of kids playing a charming round on blockflutes. It was a rip-roaring success. Schaerer has driven himself hard since I first saw Hildegard play in 2012 and he’s showing how Swiss music can make a big impact on the world out there. Boom!

Julian Sartorius @ jazzahead! 2016 by Elisabeth Stoudmann

Jazzahead_JulianSartorius

Julian Sartorius

Unlike Colin Vallon or Elina Duni who are already well known on the European jazz scene, Julian Sartorius is the new boy at Jazzahead! Although his solo project is not constrained by any genre barrier, he’s been considered before, part of alternative rock circuit. Backstage, Julian is tense: he’s coming down with the flu and fears this will hinder him. The Bernese drummer comes on stage, as always, aloof and a little shy. Had he not been announced, one could almost have mistaken him for the technician come to do one last check before the set. He sits down and turns instantly into a one-man band.

The audience holds its breath…
Sartorius puts on an impressive show. As expected, there are rhythms that interlock with each other like pearls in a necklace. Some sequences are set up in advance, others are totally improvised. His pockets brimming with drumsticks, Julian Sartorius stays unperturbed throughout. He can drop the sticks at any second to suddenly strike a percussion with his hand or place a felt mat on a cymbal. He then puts odd objects on his snare drum: percussive bits and pieces that he strokes, rubs and strikes with amazing feeling. Tension mounts in a jubilant crescendo. The audience holds its breath, captivated, when without warning, Julian Sartorius stops everything. Time’s up. The thirty minute showcase – that only felt like five – has passed. The audience is galvanized, excited, happy. We can only hope that Julian Sartorius has the flu before every gig. It seemed to serve him well!

Videos of bands at jazzahead!

Arte TV
Elina Duni Quartet

Luca Sisera’s Roofer

Plaistow

Weird Beard

 

 

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