Monoski: «Pool Party»

Monoski (Photo: Mehdi Benkler)

Nichts auf der Welt scheint einfacher zu sein, als lauten, primitiven Garage-Rock zu fabrizieren. Eine schön verzerrte Gitarre und ein minimal gespieltes Schlagzeug reichen scheinbar, um dem Rock’n’Roll in seiner essentiellen, weil dreckigen und lärmigen Form zu huldigen. Doch natürlich: das Einfache ist immer schwieriger zu bewerkstelligen als man annimmt, und so gibt es denn gar nicht so viele Duos, die in der Lage sind, aus dem Minimum das Maximum zu zaubern.

Monoski aus Fribourg gehören zu diesen Duos, die solches schaffen. Auf ihrem zweiten Album «Pool Party», erschienen auf dem Lausanner Label Vitesse Records, spielen Lionel Gaillard an der Gitarre und Floriane Gasser, die früher Violinistin war, am Schlagzeug eine wunderbar lärmige und sperrige Rockform. Getroffen haben sich die beiden im Jahr 2008 in New York City, doch weniger der Grossstadtdschungel als vielmehr die kalifornischen Wüstenlandschaften ist das Zuhause ihrer Musik.

Auf «Pool Party» brettern die beiden aber nicht einfach besinnungslos durch eine unwirtliche, psychedelisch schillernde Blues-Rock-Landschaft, sondern begeistern durch ein fein getimtes und dynamisches laut-und-leise-Spiel. Und man merkt dank dieser Platte wieder einmal, dass es nicht viel schwierigeres gibt, als lauten, primitiven und begeisternden Rock’n’Roll zu fabrizieren. Ein Rock’n’Roll, der ganz am Ende von «Pool Party» teuflische Züge annimmt. So soll es sein.

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